Reparatur von Wasch- und Reinigungssystemen

Wir suchen den Fehler und setzen gestörte Wasch- und Reinigungssysteme wieder instand. Dabei prüfen wir Mechanik, Wassertechnik und Steuerung, grenzen die Ursache ein und stimmen den Reparaturumfang mit Ihnen ab, bevor wir anfangen.

Wo sich eine Störung bemerkbar macht, ist nicht immer ihre Ursache

Ein Druckverlust muss nicht zwangsläufig durch eine defekte Pumpe entstehen. Auch verschmutzte Filter, undichte Leitungen, geschlossene Ventile oder eine fehlerhafte Ansteuerung können die Wasserleistung beeinträchtigen.

Ebenso kann eine stehengebliebene Bewegung sowohl mechanische als auch elektrische Ursachen haben. Deshalb sollte nicht nur das sichtbare Symptom betrachtet werden. Entscheidend ist, den betroffenen Anlagenbereich systematisch einzugrenzen.

Betriebsanleitungen professioneller Aufbereitungssysteme führen beispielsweise zu ähnlichen Symptomen unterschiedliche mögliche Ursachen auf: verschmutzte oder ausgefallene Pumpen, undichte Leitungen, defekte Schwimmerschalter, Ventilfehler oder Störungen der Steuerung.

Wasser und Druck
Wenn Wassermenge oder Reinigungsleistung nachlassen

Mögliche Hinweise sind:

  • Düsen arbeiten nur teilweise,
  • der Druck wird nicht aufgebaut,
  • der Wasserstrahl ist ungleichmäßig,
  • Pumpen laufen ungewöhnlich laut,
  • einzelne Waschbereiche erhalten kein Wasser,
  • Wasser tritt an Leitungen oder Verbindungen aus.

Möglicherweise betroffen sind:

  • Pumpen,
  • Filter,
  • Düsen,
  • Rohrleitungen,
  • Hochdruckschläuche,
  • Ventile,
  • Ansaug- und Versorgungssysteme,
  • Füllstands- oder Drucküberwachung.

 Für die erste Einschätzung hilfreich

  • Welche Waschbereiche sind betroffen?
  • Ist der Fehler dauerhaft oder tritt er nur zeitweise auf?
  • Werden Fehlermeldungen angezeigt?
  • Sind sichtbare Leckagen vorhanden?
  • Wurden Filter oder Düsen bereits kontrolliert?
  • Wurde unmittelbar vor der Störung etwas an der Anlage verändert? 
Wenn bewegliche Anlagenbereiche stehenbleiben oder ungleichmäßig arbeiten

Bei fahrbaren Düsenwagen, Portalen, Reinigungsköpfen, Türen oder anderen bewegten Komponenten können mechanische Blockaden, beschädigte Führungen, verschlissene Antriebe oder fehlerhafte Endlagensignale den Ablauf beeinträchtigen.

Mögliche Hinweise sind:

  • eine Bewegung startet nicht,
  • eine Baugruppe bleibt während des Ablaufs stehen,
  • ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen treten auf,
  • Führungen laufen ungleichmäßig,
  • Endpositionen werden nicht erreicht,
  • die Steuerung bricht den Waschvorgang ab.

Möglicherweise betroffen sind:

  • Motoren und Antriebe,
  • Führungen und Fahrsysteme,
  • Lager,
  • Ketten, Riemen oder Kupplungen,
  • mechanische Anschläge,
  • Endschalter,
  • Schutz- und Abdeckelemente.
Wichtig

Eine blockierte oder unkontrolliert bewegte Anlagenkomponente darf nicht durch ungesicherte Eingriffe wieder in Bewegung gesetzt werden. Vor Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten ist die Anlage gegen unbeabsichtigtes Einschalten zu sichern.

Wenn die Anlage nicht startet oder Abläufe falsch ausführt

Sensoren und Steuerungskomponenten koordinieren Pumpen, Ventile, Bewegungen und Waschprogramme. Eine Störung kann dazu führen, dass einzelne Schritte nicht freigegeben, falsch ausgeführt oder vorzeitig beendet werden.

Mögliche Hinweise sind:

  • die Anlage reagiert nicht auf den Startbefehl,
  • ein Waschprogramm bleibt an einer bestimmten Stelle stehen,
  • Sensoren erkennen das Fahrzeug oder den Füllstand nicht,
  • Ventile oder Pumpen werden nicht angesteuert,
  • Meldungen erscheinen wiederholt,
  • ein Anlagenbereich funktioniert nur im Handbetrieb.

Möglicherweise betroffen sind:

  • Sensoren,
  • Lichtschranken,
  • Schwimmerschalter,
  • Endschalter,
  • Bediengeräte,
  • Schaltschrankkomponenten,
  • Relais und Schütze,
  • Frequenzumrichter,
  • SPS oder Programmablauf,
  • Leitungen und Steckverbindungen.
Für die Anfrage besonders hilfreich
    • Foto der angezeigten Fehlermeldung,
    • genauer Zeitpunkt des Fehlers,
    • letzter funktionierender Programmschritt,
    • Anlagenbezeichnung und Baujahr,
    • vorhandene Schalt- oder Steuerungsunterlagen.
Wenn Brauchwasserqualität oder Kreislaufführung gestört sind

Bei Wasseraufbereitungsanlagen können sich Störungen durch Druckverlust, unzureichende Filtration, starke Trübung, Schaum, Geruch, ungewöhnliche Füllstände oder ausbleibende Rückspülungen zeigen.

Mögliche Ursachen liegen beispielsweise in:

  • verschmutzten Filtern,
  • ausgefallenen Pumpen,
  • gestörten Füllstandssignalen,
  • defekten Ventilen,
  • undichten Leitungen,
  • verschmutzten Becken,
  • ungeeigneten Betriebsmitteln,
  • fehlerhafter Steuerung oder Rückspülung.

Verfärbtes oder stark schäumendes Recyclingwasser hat meist eine von zwei Ursachen: verschmutzte Becken oder ein Reinigungsmittel, das nicht zur Aufbereitung passt. Welche davon zutrifft, zeigt die Prüfung an der Anlage.

Reparatur beginnt mit der Eingrenzung des betroffenen Anlagenbereichs

Pumpentechnik

Geprüft werden können unter anderem Förderpumpen, Hochdruckpumpen, Tauchpumpen, Anschlüsse und die zugehörige Ansteuerung.

Mögliche Arbeiten:

  • Fehlerursache eingrenzen,
  • Anschlüsse und Versorgung kontrollieren,
  • beschädigte Komponenten ersetzen,
  • Pumpenbaugruppe austauschen oder anpassen,
  • Betriebsparameter nach der Reparatur kontrollieren.

Düsen und Reinigungseinheiten

Verschmutzte, beschädigte oder falsch ausgerichtete Düsen können das Waschbild und die Reinigungswirkung deutlich beeinflussen.

Mögliche Arbeiten:

  • Düsen kontrollieren und reinigen,
  • verschlissene Düsen ersetzen,
  • Halterungen und Ausrichtung prüfen,
  • Düsenbalken oder Reinigungsköpfe instand setzen,
  • einzelne Waschsegmente wiederherstellen.

Leitungen, Schläuche und Armaturen

Undichte oder blockierte Leitungsbereiche können zu Wasserverlust, Druckabfall oder Fehlfunktionen nachfolgender Komponenten führen.

Mögliche Arbeiten:

  • Leckagen lokalisieren,
  • Schläuche und Rohrbereiche ersetzen,
  • Verbindungen abdichten,
  • Ventile und Armaturen prüfen,
  • Leitungsführung bei Bedarf anpassen.

Schläuche, Filter, Pumpen und Ventile beschaffen wir regelmäßig.

Mechanische Baugruppen

Führungen, Fahrschlitten, Halterungen und bewegte Reinigungseinheiten müssen korrekt ausgerichtet und frei beweglich sein.

Mögliche Arbeiten:

  • beschädigte Halterungen instand setzen,
  • Führungen und Befestigungen prüfen,
  • mechanische Verschleißteile ersetzen,
  • Bewegungsbereiche neu ausrichten,
  • beschädigte Baugruppen erneuern.

Sensorik und elektrische Komponenten

Sensoren liefern wichtige Zustands- und Positionsinformationen. Fehlerhafte Signale können den vollständigen Anlagenablauf stoppen.

Mögliche Arbeiten:

  • Sensoren und Schalter kontrollieren,
  • Leitungen und Steckverbindungen prüfen,
  • defekte Komponenten austauschen,
  • Schaltsignale nachvollziehen,
  • Funktion nach Austausch erneut prüfen.

Elektrische Arbeiten und Prüfungen dürfen nur durch entsprechend qualifizierte Personen erfolgen. Dazu gehören bei uns auch Prüfungen ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3.

Steuerung und Bedienung

Eine Störung der Steuerung kann mehrere mechanische und wassertechnische Funktionen gleichzeitig betreffen.

Mögliche Arbeiten:

  • Bedien- und Fehlermeldungen auswerten,
  • Ein- und Ausgangssignale prüfen,
  • Schaltkomponenten kontrollieren,
  • defekte Steuerungsbauteile ersetzen,
  • Programmabläufe nach technischer Möglichkeit prüfen,
  • Funktionen erneut einstellen.

Filter und Wasseraufbereitung

Filter, Absetzbereiche, Ventile und Rückspülsysteme beeinflussen die Brauchwasserversorgung und den Schutz nachfolgender Komponenten.

Mögliche Arbeiten:

  • Filterzustand kontrollieren,
  • Rückspülung prüfen,
  • Filtermaterial oder Bauteile ersetzen,
  • Pumpen und Ventile überprüfen,
  • Füllstände und Wasserwege nachvollziehen,
  • bestehende Aufbereitungsstufen wieder in Funktion setzen.
01
Störung aufnehmen

Zu Beginn wird das erkennbare Fehlerbild erfasst. Dazu gehören die betroffene Anlage, der Zeitpunkt des Ausfalls, angezeigte Meldungen und bereits vorgenommene Kontrollen.

Fotos, Videos und technische Unterlagen können helfen, den betroffenen Anlagenbereich frühzeitig einzugrenzen. Sie ersetzen jedoch nicht in jedem Fall eine Prüfung an der Anlage.

Benötigte Grundinformationen

  • Anlagentyp und Hersteller,
  • Typenbezeichnung und Baujahr,
  • Standort,
  • genaue Fehlerbeschreibung,
  • Fotos und Videos,
  • angezeigte Fehlermeldungen,
  • bisherige Reparaturversuche,
  • vorhandene Betriebs- und Schaltunterlagen.

Ergebnis:
Ein erstes technisches Störungsbild und die Festlegung des weiteren Vorgehens.

02
Ursache eingrenzen

Die betroffenen Baugruppen werden kontrolliert und mögliche Ursachen schrittweise ausgeschlossen.

Je nach Störung können dazu gehören:

  • Sichtprüfung,
  • Kontrolle von Leitungen und Verbindungen,
  • Prüfung von Pumpen und Ventilen,
  • Bewertung von Sensor- und Schaltsignalen,
  • Kontrolle mechanischer Bewegungen,
  • Prüfung von Filtern und Wasserwegen,
  • Auswertung vorhandener Fehlermeldungen.

Ergebnis:
Eine technische Einschätzung der wahrscheinlichen Fehlerursache und des erforderlichen Arbeitsumfangs.

03
Reparaturmaßnahme abstimmen

Nach der Diagnose wird entschieden, ob eine Komponente:

  • instand gesetzt,
  • gereinigt,
  • neu eingestellt,
  • ersetzt,
  • angepasst
  • oder durch eine technisch geeignete Alternative ersetzt werden sollte.

Vor umfangreicheren Arbeiten werden der voraussichtliche Leistungsumfang, erforderliche Ersatzteile und erkennbare Zusatzarbeiten abgestimmt.

Ergebnis:
Eine nachvollziehbare Reparaturentscheidung statt eines unkontrollierten Austauschs auf Verdacht.

04
Funktion prüfen und übergeben

Nach der Reparatur werden die betroffenen Funktionen unter den möglichen Betriebsbedingungen kontrolliert.

Dazu können gehören:

  • Dichtheitskontrolle,
  • Prüfung von Druck und Wasserfluss,
  • Kontrolle der Bewegungsabläufe,
  • Test von Sensoren und Schaltfunktionen,
  • Prüfung einzelner Waschprogramme,
  • Kontrolle der Wasseraufbereitung,
  • erneute Bewertung des ursprünglichen Fehlerbildes.

Ergebnis:
Wir prüfen die reparierte Funktion und sagen Ihnen, was ausgeführt wurde und was uns sonst noch aufgefallen ist.

05
Prüfung und Auslieferung

Vor der Auslieferung wird die Anlage kontrolliert und auf ihre vorgesehenen Funktionen geprüft. Anschließend erfolgen Transport, Übergabe und – abhängig vom vereinbarten Leistungsumfang – die Aufstellung oder Inbetriebnahme am Standort.

Technikerin prüft einen Reifen in einer Fahrzeugwerkstatt

Ursachensuche, Folgeschäden und Nachprüfung

Ein Bauteil, das zum zweiten Mal im selben Jahr ausfällt, hat selten ein Bauteilproblem. Wir suchen deshalb nicht nur den Defekt, sondern die Ursache dahinter: einen falsch gesetzten Schaltpunkt, eine Belastung, für die das Teil nie gedacht war, oder Wasser, das dort steht, wo es nicht stehen sollte.

Was uns dabei auffällt, sagen wir Ihnen, auch wenn es nicht zum beauftragten Umfang gehört. Sie entscheiden dann, was jetzt gemacht wird und was warten kann.

Eine bestehende Komponente kann weiterverwendet werden, wenn der Schaden technisch begrenzt ist und eine zuverlässige Funktion wiederhergestellt werden kann.

Mögliche Beispiele:

  • Verbindung abdichten,
  • Düse oder Filter reinigen,
  • Sensor neu ausrichten,
  • Halterung instand setzen,
  • Ventilkomponente erneuern,
  • Leitung oder Schlauch ersetzen,
  • mechanische Baugruppe neu einstellen.

Sinnvoll, wenn

  • die Grundkomponente technisch nutzbar bleibt,
  • passende Teile verfügbar sind,
  • keine erheblichen Folgeschäden erkennbar sind,
  • die Reparatur wirtschaftlich vertretbar ist.

Ein Austausch kann notwendig werden, wenn ein Bauteil erheblich beschädigt, verschlissen oder nicht mehr zuverlässig reparierbar ist.

Mögliche Beispiele:

  • Pumpe,
  • Motor,
  • Ventil,
  • Sensor,
  • Hochdruckschlauch,
  • Filtereinheit,
  • Steuerungskomponente,
  • Düse oder Reinigungskopf.

Sinnvoll, wenn

  • die Reparatur keine belastbare Funktion erwarten lässt,
  • das Bauteil sicherheitsrelevant ist,
  • wiederholte Störungen auftreten,
  • ein passendes Ersatzteil verfügbar ist,
  • der Austausch Folgeschäden verhindert.

Bei älteren Anlagen kann der Austausch eines einzelnen defekten Bauteils technisch möglich sein, ohne die eigentliche Ursache wiederkehrender Probleme dauerhaft zu lösen.

Dann kann es sinnvoll sein, einen zusammenhängenden Anlagenbereich zu überarbeiten.

Mögliche Beispiele:

  • alte Pumpengruppe ersetzen,
  • Sensorik erneuern,
  • Leitungsführung anpassen,
  • Steuerung modernisieren,
  • Filterstufe ergänzen,
  • Düsenkonzept überarbeiten,
  • nicht mehr verfügbare Bauteile durch neue Komponenten ersetzen.

Sinnvoll, wenn

  • Ersatzteile dauerhaft schwer verfügbar sind,
  • mehrere Komponenten stark verschlissen sind,
  • häufige Störungen auftreten,
  • die vorhandene Technik nicht mehr zum Betrieb passt,
  • eine Erweiterung ohnehin geplant ist.

Wir setzen nicht nur instand. Bestehende Waschanlagen rekonstruieren wir auch mechanisch, elektrisch und programmtechnisch.

Reparieren oder ersetzen: Zustand, Alter und Ersatzteillage

Eine Reparatur sollte sich nicht allein an den kurzfristig niedrigsten Kosten orientieren. Zustand, Alter, Ersatzteilverfügbarkeit, Folgeschäden und die Bedeutung der Komponente für den Anlagenbetrieb müssen gemeinsam betrachtet werden.

Eine Reparatur hängt häufig von der passenden Ersatzteillösung ab

Bei älteren oder individuell aufgebauten Anlagen ist nicht jedes Bauteil unmittelbar anhand einer Artikelnummer verfügbar. Entscheidend ist dann, Funktion, Anschluss, Leistung und Einbausituation technisch zu vergleichen.

Wir beschaffen Schläuche, Filter, Bürsten, Pumpen, Ventile und weitere Ersatzteile.

Pumpen und Motoren

Bei der Auswahl eines Ersatzes müssen unter anderem Förderleistung, Arbeitsdruck, Medium, Anschluss, elektrische Daten und Einbausituation berücksichtigt werden.

Ventile und Armaturen

Ventile müssen zum Wasserweg, Druckbereich, Medium und vorhandenen Steuerungskonzept passen.

Schläuche, Leitungen und Verbindungen

Neben Länge und Anschluss sind Druckfestigkeit, Temperatur, Bewegungsbeanspruchung und Medienbeständigkeit relevant.

Filter und Wassertechnik

Filtereinsätze, Filtermaterialien und vollständige Filterstufen müssen zur Wassermenge und tatsächlichen Belastung passen.

Sensoren und Steuerungskomponenten

Beim Austausch müssen Signalart, Betriebsspannung, Einbauposition, vorhandene Steuerung und erforderliche Parametrierung berücksichtigt werden.

Abgekündigte Teile: Ersatz, Anpassung oder Nachbau

Kann ein ursprüngliches Bauteil nicht mehr beschafft werden, wird geprüft, ob:

  • ein technisch kompatibles Ersatzteil existiert,
  • Anschlüsse angepasst werden können,
  • eine Baugruppe vollständig ersetzt werden sollte,
  • eine Halterung oder Verbindung neu hergestellt werden muss,
  • eine Modernisierung wirtschaftlicher ist.

Ob eine individuelle Ersatzlösung möglich ist, lässt sich erst nach Prüfung der vorhandenen Technik und der erforderlichen Betriebsdaten beurteilen.

Zwei Wiederherstellungen: Radsatz- und Zugwaschanlage

Im Cottbuser Bahnwerk haben wir eine Radsatzwaschanlage wieder hergestellt, die durch eine Explosion beschädigt worden war. Kurzfristig, unter Einbindung weiterer Firmen, und nicht als Teilreparatur, sondern als vollständige Wiederherstellung.

Für die Berliner S-Bahn haben wir eine Zugwaschanlage rekonstruiert, mechanisch, elektrisch und programmtechnisch. Beide Projekte zeigen, was wir unter einer komplexen Bestandsanlage verstehen: mehrere Gewerke, die am Ende gleichzeitig zusammenpassen müssen.

Bei komplexen Schäden müssen Mechanik, Elektrik, Steuerung, Wassertechnik und bauliche Schnittstellen gemeinsam betrachtet werden.

Monteur in einer Reparaturwerkstatt

Sicherheit vor, während und nach der Reparatur

Waschanlagen können bewegliche Baugruppen, elektrische Betriebsmittel, Pumpen und druckführende Leitungen enthalten. Vor Eingriffen müssen die betroffenen Anlagenbereiche deshalb abgeschaltet und gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten gesichert werden.

Die DIN EN 17281 setzt für Fahrzeugwaschanlagen voraus, dass Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten entsprechend den Herstellerangaben durch geschulte und kompetente Personen erfolgen. Herstellerunterlagen weisen zusätzlich darauf hin, die Anlage vor Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten auszuschalten und den Hauptschalter gegen Wiedereinschalten zu sichern.

Vor Beginn

Während der Reparatur

Vor der Wiederfreigabe

Funktionsprüfung und Rückmeldung nach der Reparatur

Eine erfolgreiche Reparatur soll die betroffene Anlagenfunktion nachvollziehbar wiederherstellen. Gleichzeitig muss geprüft werden, ob sichtbare Folgeschäden, wiederkehrende Ursachen oder weitere erforderliche Maßnahmen bestehen.

Zustand der Anlage vor der Reparatur und Ergebnis nach der Reparatur
Nr. Vor der ReparaturSo melden sich die meisten Anlagen bei uns Nach der ReparaturDas haben Sie, wenn wir fertig sind
1 VorherDas Fehlerbild ist nicht eindeutig. NachherUrsache eingegrenztWir beschreiben Ihnen, welcher Anlagenbereich betroffen war und woran der Fehler lag, so, dass Sie es nachvollziehen können.
2 VorherDie Anlage oder eine Teilfunktion ist eingeschränkt. NachherMaßnahme umgesetztWir reparieren, reinigen, stellen ein, passen an oder ersetzen, was der Befund verlangt. Was davon nötig war, steht in unserem Bericht.
3 VorherWiederholte Neustarts helfen nicht dauerhaft. NachherFunktion geprüftWir testen die betroffenen Funktionen erneut, und zwar im Waschablauf und nicht nur am einzelnen Bauteil, soweit die Anlage das vor Ort zulässt.
4 VorherEinzelne Komponenten arbeiten unregelmäßig. NachherWeiterer Bedarf benanntVerschleißstellen und empfohlene Folgearbeiten sprechen wir offen an, auch wenn sie nicht beauftragt waren. Was davon eilt, sagen wir Ihnen dazu.
5 VorherDer Betrieb ist nicht zuverlässig planbar. NachherAnlage freigegebenNach unserer Freigabe nehmen Sie die Anlage oder die reparierte Teilfunktion wieder in Ihren normalen Betrieb auf.

Störung an Ihrer Wasch- oder Reinigungsanlage melden

Ihre Anlage startet nicht, verliert Druck oder führt einzelne Wasch- beziehungsweise Aufbereitungsschritte nicht mehr korrekt aus?

Schicken Sie uns die vorhandenen Anlagendaten und eine möglichst genaue Beschreibung des Fehlerbildes. Daraus sehen wir, was uns noch fehlt und wie es weitergeht.

Häufige Fragen zur Waschanlagen-Reparatur

Neu- und Bestandsanlagen, auch Fremdfabrikate. Wir sind an keinen Hersteller gebunden. Wie aufwendig eine Reparatur wird, entscheiden Anlagentyp, vorhandene Unterlagen und die Ersatzteillage.

Hilfreich sind Hersteller, Typenbezeichnung, Baujahr, Standort, Fehlerbeschreibung, angezeigte Meldungen sowie Fotos oder Videos. Vorhandene Schaltpläne, Betriebsanleitungen und frühere Reparaturunterlagen können die Fehlersuche erleichtern.

Fotos und Videos können eine erste Eingrenzung unterstützen. Viele Fehler erfordern jedoch Messungen oder eine Prüfung direkt an der Anlage.

Ja. Pumpen, Ventile, Schläuche und Filter gehören zu den Teilen, die wir regelmäßig beschaffen. Ob repariert oder ersetzt wird, entscheidet der Befund: ein begrenzter Schaden lässt sich instand setzen, Verschleiß an Dichtfläche oder Laufrad meistens nicht.

Abhängig von Ursache und Düsenart kann eine Reinigung möglich sein. Beschädigte, verschlissene oder dauerhaft zugesetzte Düsen müssen gegebenenfalls ersetzt werden.

Dann wird geprüft, ob ein kompatibles Bauteil eingesetzt, eine Verbindung angepasst oder die betroffene Baugruppe modernisiert werden kann.

Oft ja. Wir haben Steuerungen bestehender Anlagen schon mechanisch, elektrisch und programmtechnisch rekonstruiert. Die Grenze liegt dort, wo weder Software noch Ersatzkomponenten zu beschaffen sind. Dann ist eine Modernisierung der günstigere Weg, auch wenn sie zuerst teurer aussieht.

Das hängt vom betroffenen Bereich und dem Sicherheitskonzept ab. Bei einigen Anlagen kann eine Teilfunktion außer Betrieb genommen werden. In anderen Fällen ist eine vollständige Abschaltung erforderlich.

Nach einer ersten Prüfung kann der voraussichtliche Reparaturumfang abgestimmt werden. Bei komplexen Störungen lässt sich der vollständige Aufwand unter Umständen erst nach der Diagnose bestimmen.

Die Dauer hängt von Fehlerursache, Zugänglichkeit, erforderlichen Arbeiten und Ersatzteilverfügbarkeit ab. Eine belastbare Zeitangabe ist erst nach der technischen Eingrenzung möglich.

Ja. Neben Reparaturen übernehmen wir Service und Wartung für Neu- und Bestandsanlagen. Wie weit die Betreuung reicht, legen wir mit Ihnen für Ihre Anlage fest.

Einfache Betreiberkontrollen können sich aus der jeweiligen Betriebsanleitung ergeben. Eingriffe in elektrische, bewegte oder druckführende Anlagenbereiche sollten nur durch entsprechend qualifizierte Personen und unter Beachtung der Herstellerangaben erfolgen.